Mittelmeerkrankheiten

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Heute möchte ich über die Leishmaniose berichten.

Gerade jetzt, zur bevorstehenden Urlaubszeit, finde ich dieses Thema sehr wichtig!

Sicher habt Ihr schon öfter gehört, dass Hunde unter einer sogenannten Mittelmeerkrankheit leiden. Es gibt eine Vielzahl an Erkrankungen, hier ein Beispiel:
Diese Infektionskrankheit wird durch sogenannte  einzellige Leishmanien (Leishmania infantum) hervorgerufen. Die Überträger der Leishmanien sind Sandmücken (Phlebotominae) und Schmetterlingsmücken (Psychodidae). Leishmanien können sowohl Abwehrzellen des Immunsystems in den inneren Organe als auch der Haut befallen.

Die Symptome der Leishmaniose sind: angeschwollene Lymphknoten, kleinere, offene Hautstellen, Probleme mit den Krallen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit und Apathie. Aufgrund des Angriffs auf die Abwehrzellen des Immunsystems endet die Leishmaniose für den betroffenen Hund oft tödlich.
Dies muß aber nicht so enden, eine Leishmaniose die rechtzeitig erkannt und behandelt wird, ist zwar nicht heilbar aber man kann dem Tier die Qualen doch sehr erleichtern.
Quelle:http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/mittelmeerkrankheiten

Therapie
Die Behandlung kann nach Identifikation der Leishmanien-Spezies mit Typisierung erfolgen. Hierzu muss ein besonderer Behandlungsplan durch die Tierärztin/den Tierarzt erstellt werden. Die hier angegebenen Dosierungen sind nur als Anhaltspunkt gedacht, nicht als Therapieplan. Da es ausgetüftelte chemotherapeutische Behandlungen sind, müssen diese genau auf den Patienten und den Schweregrad der Erkrankung angepasst werden. Diese Therapie darf nur durch den Fachmann durchgeführt werden!
Eine genaue Überwachung und regelmäßige therapeutische Versorgung des Patienten durch die Tierärztin/den Tierarzt muss dauerhaft gewährleistet sein, da eine Ausheilung nicht erfolgt. Somit ist eine Dauertherapie zeitlebens für den Patienten erforderlich.

Vorbeugung – Prävention
Dieses ist das wohl wichtigste Kapitel, zumal Sie Ihr Tier schützen können!
Am besten sind sogenannte Repellentien geeignet, die den Vektor – Sandmücke – abschrecken und vor dem Stich in die Flucht zu schlagen. So kann die Mücke gar nicht erst die Promastigoten in die Haut ihres Opfers spritzen. Sogenannte Spot-on Präparate, die Imidacloprid und Permitrin enthalten, sind geeignet zur Mückenbekämpfung. Denn eine Phlebotomus-Art, die nicht zum Blutsaugen kommt, kann auch keine Krankheitserreger übertragen. Das Präparat wird üblicherweise alle vier Wochen auf das Tier aufgebracht. Bei Reisen nach Ungarn, Griechenland oder andere Regionen mit hohem Infektionsrisiko sollte eine Behandlung im 14-tägigen Rythmus erfolgen.

Es sollte dringend beachtet werden, dass die Hauptflugzeit der Sandmücken im September stattfindet. Für eine zusätzliche präventive Gabe von Arzneimitteln, fragen Sie bitte bei Ihrem Tierarzt nach, es ist sehr zu empfehlen.

Besser ist die Expositionsprophylaxe mit Meidung entsprechender Reiseziele, in denen ein hohes Aufkommen endemischer Leishmaniose vorherrscht, wie beispielsweise Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich im September.

Wichtig : Kleinkinder bis drei Jahre sollten keinen direkten Kontakt zu Leishmaniose-positiven Hunden haben !!!
Quelle:http://www.tierklinik.de/medizin/parasitaere-erkrankungen/protozoen/leishmaniose